Der Kobra-Effekt

Kennen Sie den Kobra-Effekt? Wikipedia schreibt dazu: „Die Bezeichnung geht auf ein angebliches historisches Ereignis in Britisch-Indien zurück: Ein britischer Gouverneur wollte einer Kobraplage Einhalt gebieten, indem er ein Kopfgeld auf jedes erlegte Exemplar aussetzte. Scheinbar funktionierte das Konzept zunächst gut: Immer mehr tote Schlangen wurden abgeliefert. Jedoch wurde deren Anzahl nicht gemindert, da die Bevölkerung dazu überging, Kobras zu züchten und zu töten, um weiterhin von der Prämie zu profitieren.“

Die Berliner Zeitung meldete im letzten Jahr: „Union und SPD haben sich auf die Einsetzung eines Rassismus-Beauftragten geeinigt – allerdings erst nach der nächsten Bundestagswahl. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Koalitionskreisen erfuhr, soll 2022 ein unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung gegen Rassismus berufen werden. Welchem Ministerium er oder sie dann unterstellt wird, ist aber noch nicht klar.“

Was wird vermutlich passieren? Wird der Rassismus-Beauftragte feststellen, dass es keinen Rassismus gibt? Werden die vielen Stiftungen, die sich mit dem Thema beschäftigen, sich irgendwann selbst abschaffen, indem sie feststellen, dass sie überflüssig sind. Oder werden sie, man verzeihe mir den Ausdruck, Rassismus züchten, so wie Inder Schlangen gezüchtet haben, um im Geschäft zu bleiben?

Ich kann mich irren, aber ich vermute, dass man noch lange mit dem Thema beschäftigt sein wird. Denn wer von Problemen lebt, der muss alles tun, dass diese niemals gelöst werden.

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