Hilft Humor?

„Feministinnen beim Frühstück. „Kannst du mir bitte die Salzstreuerin reichen?“ Darauf die andere: „Nein, ich habe eine Muskelkatze.“ Wenn es eins gibt, dass Fanatiker, Missionare und andere Erfüllte nicht vertragen können, dann ist es Humor. Warum ist das so? Weil er ihre Ordnung zerbricht! Fanatiker müssen aber pedantisch darauf achten, dass ihre Glaubenssätze nicht angerührt werden. Der Humor löst sie geradezu auf. Darum regieren sie mit Wut auf Humor.   

Und so ist es auch ein möglicher Hinweis, dass man es mit Fanatikern zu tun hat, wenn der andere keinen Humor verträgt. Das war so bei den Nazis, bei den Kommunisten, bei den religiösen Sektierern und nicht anders ist es bei den Identitätspolitikern, die es nicht ertragen, wenn man sie nicht ernst nimmt. Aber ein noch untrüglicheres Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt: Man macht sich nicht über sich selbst lustig und kann nicht über sich selbst lachen.

Und so ist es die größte Schwäche der Identitätspolitik, dass sie sich zu ernst nimmt. Oder haben sie schon mal diese Leute als humorvoll erlebt? Wahre Größe geht nämlich mit humorvollem Umgang mit sich selbst einher, weil sie eben keine Schwäche, sondern Stärke ist. Und das gilt auch für uns alten weißen Männer. Souverän ist, wer über sich lachen kann: Ein Mann sitzt in einem rappelvollen Flugzeug. Nur der Platz neben ihm ist noch frei. Da kommt durch den Gang eine wunderschöne Frau mit tollen Kurven und setzt sich neben ihn. Der Mann kann es kaum noch aushalten. Mann: „Entschuldigung, und warum fliegen sie nach Berlin?“ Sie: „Ich fliege zum Sex-Kongress. Ich werde dort einen Vortrag halten und mit einigen Vorurteilen aufräumen. Viele Leute glauben zum Beispiel, die Schwarzen seien besonders prächtig ausgestattet, dabei sind es eher die amerikanischen Ureinwohner, bei denen dies so ist. Und viele glauben, Franzosen seien die besten Liebhaber. Dabei bereiten die Griechen ihren Frauen den meisten Spaß am Sex … Aber ich weiß gar nicht, warum ich Ihnen das alles erzähle, ich kenne ja nicht einmal Ihren Namen.“ Der Mann streckt die Hand aus: „Gestatten, Winnetou, Winnetou Papadopoulos!“

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